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Das Unternehmen ist Engineering-Partner des Maschinenbaus im Bereich der maschinellen Antriebstechnik. Weltweit produziert und vermarktet es industrielle Scheibenbremsen, nass- und trockenlaufende Schaltkupplungen und Bremsen, elastische Kupplungen, Lamellen und Endschalter. Zum 75jährigen Bestehen gibt die Stromag AG im Jahr 2008 ihre Unternehmens-Chronik heraus. Der Text verknüpft die Geschäftsentwicklung mit Hinweisen auf nationale sowie internationale ökonomische und politische Entwicklungen und Ereignisse. Redaktion: Heiderun John, Stromag AG Gestaltung: Studio Steinhoff Werbeagentur, Ahaus


Aufbruch inmitten der Wirtschaftskrise
Am 22. Dezember 1932 gründen Karl Schlotmann, Fritz Polchau und Wilhelm Kummer in Dortmund die Stromag, Kurzbezeichnung für Stromschienen und Apparatebau GmbH. Sie sind gleichberechtigte Gesellschafter, jeder trägt zu einem Drittel zum Firmenkapital in Höhe von 20.000 Reichsmark bei. Geplant ist die Herstellung von Stromschienen und Elektrokranmaterial. Die Geschäftsräume befinden sich am Firmensitz der RHEWEK, Betenstraße 12.
Die Vorgeschichte: Die Grenzen zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit sind Anfang der 30er Jahre fließend. Es herrscht Massenarbeitslosigkeit, der Staat verordnet Lohnkürzungen. Fritz Polchau arbeitet als Geschäftsführer im Brackeler Unternehmen Vahle, als er mit Wilhelm Kummer 1931 die Rheinisch-Westfälische Kabel- und Metallverkaufsgesellschaft (RHEWEK) gründet. Er verlässt die Firma Vahle. Polchaus Studienfreund Karl Schlotmann ist zunächst weiter bei Vahle tätig, erhält jedoch keinen Vertrag. Zum 31.12.1932 scheidet er aus dem Unternehmen aus. (Textauszug Seite 5)

Erwartungen übertroffen
Schon 1965 stellt ein Journalist in einem ausführlichen Bericht über die Stromag fest: Der Betrieb ist "up to date". Er war dies früher und ist es auch später noch, denn Marktbedürfnisse werden rechtzeitig erkannt und neue Technologien für die Entwicklung der eigenen Produkte genutzt. Fachkompetenz ist nicht statisch, sie wird mit regelmäßiger Fortbildung erweitert. Mit Pioniergeist und hohem persönlichen Einsatz positionieren Unternehmensleitung und Belegschaft den Kundenwunsch als Mittelpunkt ihres Tuns. Dabei stellen sie den einen oder anderen Rekord auf, von denen wir zwei besonders erwähnen möchten: 1968 liefert die Stromag gigantische Kabelkulis für den weltweit größten Bockkran, konstruiert von Krupp-Ardelt, der im nordirischen Belfast aufgestellt wird. Im Jahr 2000 verlassen die größten jemals gebauten hydraulischen Schiffskupplungen das Werk, ihr Drehmoment beträgt 2,2 Mio. Newtonmeter. (Textauszug Seite 19)

Stromag wird eine Aktiengesellschaft
Das beste Konzernergebnis bis dato erzielt die Stromag GmbH 1990 mit einem Umsatz von 118 Millionen D-Mark. Die Gewinnsituation ist dennoch nicht ideal, auch der Auftragseingang schwächt sich ab. Ab 1991 müssen Arbeitsplätze abgebaut werden, eine Kapitalzufuhr ist notwendig , und erstmals in der Firmengeschichte wird auf die Ausbildung zusätzlicher Nachwuchskräfte verzichtet. Dies ändert sich erst 1994, als erneut Lehrlinge unter Vertrag genommen werden. 1993 wird aus der Maschinenfabrik Stromag GmbH die Stromag AG. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bedeutet eine langfristige Absicherung des Unternehmens. Die Hauptaktienpakete bleiben nach dem Ausscheiden der Familie Kummer im Besitz der drei jetzt verbliebenen Gesellschafterstämme. (Textauszug Seite 23)
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