Gerade bei großen Zielgruppen sollte der Werbetext einfach gestaltet sein. Der Verständlichkeits-Index hilft, den eigenen Text darauf hin zu überprüfen. Er ist nicht das allein gültige Kriterium, sondern schärft den Blick dafür, ob zu viele komplizierte Begriffe in wenigen verschachtelten Sätzen untergebracht sind. Genau das macht einen Werbetext schwerfällig und schwierig.
Index-Werte unter 50 zeigen gut verständliche Texte an. Ergebnisse zwischen 50 und 60 sind dann akzeptabel, wenn ein Fachpublikum angesprochen wird und viele Fachbegriffe nicht ersetzt werden können. Kritisch zu werten sind Texte mit einem Indexwert über 60.
Zur Berechnung: Ermittelt werden zunächst der Wortindex und der Satzindex. Für den Wortindex wird die Anzahl der Wörter mit mehr als sechs Buchstaben (ohne Namen und Ortsbezeichnungen) mit 100 multipliziert und durch die Gesamtzahl der Wörter des Textes dividiert. Der Satzindex ergibt sich, indem die Gesamtzahl der Wörter durch die Gesamtzahl der Sätze dividiert wird. Beide Werte zusammengezählt, zeigen den V-Index an. (Quelle: Beat Schaller, Die Macht der Sprache, München 1998, S. 194ff)
In der rechten Spalte ein Beispiel: Die ersten drei Absätze einer Pressemitteilung für Fachzeitschriften. Obwohl viele technische Begriffe verwendet wurden, liegt der Verständlichkeits-Index bei 51 Punkten. Die Werte im Einzelnen: 50 Wörter > 6 Buchstaben, 161 Wörter insges., 8 Sätze. Wortindex = 31, Satzindex = 20, Summe = 51
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Metaq GmbH: Galvanoteile für die Raumfahrttechnologie Spezielle elektronische Bauteile, wie sie etwa in der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt werden, benötigen zum Teil auch mechanische Komponenten, die die Funktion von Stütz- oder Haltekräften übernehmen. Können für die Herstellung extrem dünner Metallfolien mit höchster Genauigkeit weder thermische noch mechanische Trennverfahren eingesetzt werden, entwickelt die Metaq GmbH mit Sitz in Wuppertal Lösungen im Rahmen der Ätztechnik oder des Galvanoformens. Ein Beispiel sind Stützgitter aus reinem Nickel, deren Dicke nur 0,04 Millimeter beträgt. Produziert wurden sie mittels Galvanoformen für das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching. Im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit für die NASA-Mission STEREO entwickelten die deutschen Raumfahrtexperten ein Flugzeitmassenspektrometer für den Sensor PLASTIC (PLAsma and SupraThermal Ion Composition). Dieses Experiment dient der Bestimmung von Energie, Masse und Ladung von Ionen, und mithilfe der Daten lassen sich Aussagen über das Weltraumwetter treffen. Die bei Metaq gefertigten Stützgitter sind Teil der Flugzeitelektronik des Sensors. Aufgebracht wurden sie auf hauchdünne Kohlenstofffolien, die ohne metallische Unterstützung beim Raketenstart zu Staub zerfallen wären. (...) |
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